Aiwanger: „Zu lange Genehmigungsdauer für Drohnenflüge durch Luftfahrtbundesamt ist mittlerweile wirtschaftsschädlich“

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FREIE WÄHLER Bundesvorsitzender und Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger fordert eine deutliche Beschleunigung der Genehmigungsverfahren für Drohneneinsätze beim Luftfahrt-Bundesamt (LBA). Hintergrund sind sehr lange Bearbeitungszeiten bei Genehmigungen für Drohnenanwendungen in der speziellen Kategorie, etwa für Flüge außerhalb der Sichtweite, das Ausbringen von Stoffen oder ein Abfluggewicht über 25 kg. Wirtschaftsminister Aiwanger hat sich daher in einem Schreiben an den Bundesverkehrsminister und die Bundeswirtschaftsministerin gewandt.
Aiwanger: „Die Genehmigungszeit für Drohnenflüge in der Landwirtschaft etc. durchs Luftfahrtbundesamt ist viel zu lang und mittlerweile wirtschaftsschädlich. Die Mitarbeiter geben zwar ihr bestes, sind aber zu wenig und werden vom Arbeitsanfall überrollt. Der Bund spart hier an der falschen Stelle. Ich habe auf das Problem seit zwei Jahren hingewiesen, Abhilfe ist aber kaum in Sicht, im Gegenteil, es ist zu befürchten dass aufgrund des Drohnenbooms die Bearbeitungszeiten künftig noch länger werden. Uns bleibt wohl nichts anderes übrig als das Thema in die Landeszuständigkeit zurückzuholen.“
Das Ende 2025 eingeführte FastFlight-Verfahren beim Luftfahrt-Bundesamt bewertet Aiwanger zwar grundsätzlich positiv. Es könne dazu beitragen, Genehmigungsverfahren zu beschleunigen. In der Praxis bliebe das Verfahren derzeit jedoch deutlich hinter den Erwartungen zurück: Statt der im FastFlight-Verfahren angekündigten Bearbeitungszeit von wenigen Wochen liegen die tatsächlichen Wartezeiten inzwischen teils deutlich darüber; im regulären Verfahren der speziellen Kategorie liegen sie teilweise deutlich über sechs Monaten.
Aiwanger: „Das ist für den Innovations- und Wirtschaftsstandort Deutschland nicht akzeptabel. Unternehmen brauchen schnelle, verlässliche und planbare Entscheidungen – gerade bei zeitkritischen Anwendungen saisonal gebundenen landwirtschaftlichen Einsätzen oder kurzfristig erforderlichen Kontrollflügen.“
Aiwanger fordert nun vom Bund kurzfristig deutliche personelle und organisatorische Maßnahmen, um die Verfahren beim LBA spürbar zu beschleunigen, damit innovative Anwendungen schneller in die Praxis kommen und Wertschöpfung in Deutschland bleibt. Andernfalls sehe sich Bayern gezwungen, die Aufgabe selbst zu übernehmen.
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