Singer: Wichtiger Etappensieg für unsere Ökobetriebe

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Brüssel, 14. Juli 2026 – Der Landwirtschaftsausschuss des Europäischen Parlaments hat heute den fraktionsübergreifenden Änderungsantrag 169 zur EU-Öko-Verordnung angenommen. Die Europaabgeordnete Christine Singer (FREIE WÄHLER) begrüßt das Votum sehr.
„Es geht ausdrücklich nicht um die Abschaffung der Weidepflicht. Weidehaltung gehört zum Ökolandbau und daran halten wir fest“, betont Singer.
Der Änderungsantrag stellt klar, dass Tiere weiterhin Zugang zu Weideland haben müssen, wann immer die Umstände dies gestatten. Gleichzeitig schafft er eine Lösung für Ökobetriebe, die aufgrund objektiver struktureller Gegebenheiten einzelnen Tiergruppen keinen Weidegang ermöglichen können. Dazu zählen beispielsweise fehlende hofnahe Flächen, Straßen zwischen Stall und Weide oder stark zersplitterte Flächen.
„Viele dieser Betriebe wirtschaften seit Jahren oder sogar Jahrzehnten erfolgreich ökologisch. Sie dürfen nicht allein wegen ihrer betrieblichen Struktur aus dem Ökolandbau gedrängt werden. Mit unserem Änderungsantrag erhalten wir die Weidepflicht und schaffen zugleich eine praxistaugliche Lösung für die betroffenen Betriebe.“
Die Ausnahmeregelung gilt ausschließlich bei objektiven strukturellen Voraussetzungen. In diesen Fällen müssen innovative und tierwohlgerechte Haltungssysteme den Tieren ganzjährig Zugang zu Außenflächen bieten, die über die vorgeschriebenen Mindestflächen hinausgehen. Ausnahmen aus arbeitswirtschaftlichen Gründen bleiben ausdrücklich ausgeschlossen.
Jetzt beginnen die Trilogverhandlungen zwischen Europäischem Parlament, Rat und Europäischer Kommission.
„Das Europäische Parlament hat heute Verantwortung übernommen. Jetzt ist der Rat am Zug. Jetzt liegt der Ball bei Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer diese ausgewogene und praxistaugliche Lösung im Rat zu unterstützen. Unsere Ökobetriebe brauchen Planungssicherheit.“
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