FREIE WÄHLER fordern Erhalt des Minijobs, statt Mehrarbeit zu bestrafen

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Nürnberg. Auf ihrem heutigen Treffen in Nürnberg forderten der FREIE WÄHLER Bundesvorstand sowie der Landesvorstand der FREIE WÄHLER Bayern den Erhalt der Mini-Jobs. Die im Zuge der Rentenreform geplante Abschaffung der Minijobs würde laut den FREIE WÄHLER zu weniger Arbeitsverhältnissen, einem Anstieg der Schwarzarbeit und mehr Bürgergeldanträgen führen. Die Abschaffung würde Arbeit verteuern und das Gegenteil einer Flexibilisierung bedeuten.
Hubert Aiwanger, FREIE WÄHLER Bundesvorsitzender sagte: „Die geplante Abschaffung der Minijobs ist für die Wirtschaft ein noch größeres Desaster als die gescheiterte Schnapsidee der ‚1000-Euro-Entlastungsprämie‘.“ Knapp sieben Millionen Menschen arbeiten aktuell flexibel in Minijobs. Eine Abschaffung schafft keine Anreize für Mehrarbeit, sondern vernichtet hunderttausende Arbeitsplätze. Wenn Menschen wieder mehr arbeiten sollen, muss sich Arbeit wieder mehr lohnen. Statt ein 20-jähriges Erfolgsmodell zu vernichten, braucht es klare Anreize für Arbeit, beispielsweise durch eine Steuerfreiheit von 2.000 Euro pro Monat, sowie mehr Flexibilität bei der Arbeitszeit.“
Mit der Einführung der Minijob-Regeln im Jahr 2003 wurden der bürokratische Aufwand und die Abgabenlast für geringfügige Beschäftigungsverhältnisse reduziert. Die FREIE WÄHLER kritisieren, dass statt einer neuen Reform nun alte Reformschritte ohne gleichwertigen Ersatz zurückgedreht werden sollen.
„Millionen von Menschen finanzieren mit Minijobs ihr Studium, bessern ihre Rente auf, unterstützen ihre Familien oder engagieren sich neben ihrem Hauptberuf. Der Minijob ermöglicht ihnen genau diese Freiheit“, so Aiwanger.
Allein in der Gastronomie sind aktuell über eine Million Menschen auf Minijob-Basis beschäftigt.
„Wie teuer soll denn das Schnitzel noch werden? Ohne diese flexible Möglichkeit würde sowohl im Service als auch in der Küche nichts mehr laufen“, so Aiwanger.
Durch den Minijob können Arbeitgeber viel flexibler reagieren und zum Beispiel saisonale Lücken schließen, ohne einen Mitarbeiter das ganze Jahr über beschäftigen zu müssen.
„Auch bei der Rentenberechnung passen die Zahlen nicht. Aktuell zahlen die Arbeitgeber eine Pauschale von etwas über 30 Prozent in die Sozialkassen ein. Aufgrund der steigenden Schwarzarbeit und Bürgergeldanträge wird hier am Ende jedoch ein Minus stehen. Wird der Vorschlag der Rentenkommission umgesetzt, bleibt Minijobbern außerdem weniger Netto“, so Aiwanger abschließend.
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