Sprengstoffdrohne über Leipzig: Deutschland muss jetzt handeln

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Brüssel, 6. August 2026 – Der Fund einer mit Sprengstoff bestückten Drohne am Flughafen Leipzig/Halle zeigt eine neue Dimension der Bedrohung. Dass es offenbar nicht zur Explosion kam, darf nicht als Entwarnung verstanden werden.
„Wir dürfen jetzt nicht erst darüber diskutieren, wer hinter dem Vorfall steckt. Entscheidend ist, dass eine bewaffnete Drohne einen deutschen Großflughafen erreichen konnte. Unsere Sicherheitslücken müssen wir sofort schließen“, erklärt Engin Eroglu.
Ich fordere deshalb vier Maßnahmen, die innerhalb der nächsten Wochen umgesetzt werden müssen:
1. Drohnenabwehr an allen kritischen Flughäfen:
Alle großen deutschen Flughäfen müssen unverzüglich mit leistungsfähiger Drohnendetektion und mobilen Abwehrsystemen ausgestattet werden.
2. Klare Einsatzbefugnisse:
Polizei, Bundespolizei und Bundeswehr müssen eindeutig geregelt innerhalb von Minuten reagieren können. Kompetenzstreitigkeiten dürfen im Ernstfall keine Zeit kosten.
3. Eine gemeinsame 24/7 Drohnenlage:
Verdächtige Drohnensichtungen müssen bundesweit in Echtzeit erfasst, bewertet und zwischen Polizei, Bundeswehr, Nachrichtendiensten und Betreibern kritischer Infrastruktur ausgetauscht werden.
4. Europäische Drohnenabwehr stärken:
Deutschland muss gemeinsam mit den EU-Partnern Mindeststandards für den Schutz von Flughäfen, Energieanlagen, Häfen und anderer kritischer Infrastruktur schaffen und die europäische Entwicklung eigener Abwehrtechnik vorantreiben.
„Wir brauchen jetzt keine neue Arbeitsgruppe und keine weiteren Ankündigungen. Wir brauchen funktionierende Technik, klare Zuständigkeiten und die Fähigkeit, innerhalb von Minuten zu handeln. Der beste Zeitpunkt für die Vorsorge ist vor dem nächsten Angriff nicht danach“, so Eroglu.
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