Hohe Düngemittelpreise: Versorgung sichern, Betriebe jetzt entlasten

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Im Anschluss an die Debatte zur EU-Strategie im Umgang mit der anhaltenden Nahostkrise und ihren Auswirkungen auf die Energiepreise macht die Europaabgeordnete Christine Singer (FREIE WÄHLER) die Folgen für die Landwirtschaft deutlich.
„Düngemittel sind ein zentraler Produktionsfaktor und damit entscheidend für die Versorgung mit heimischen Lebensmitteln“, so Singer.
Angesichts steigender Kosten fordert sie eine klare politische Prioritätensetzung:
„Wir müssen verhindern, dass unsere Betriebe durch zusätzliche Belastungen weiter unter Druck geraten. Nationale Alleingänge wie zusätzliche CO₂-Kosten dürfen die heimische Lebensmittelerzeugung nicht schwächen.“
Zugleich müsse Europa seine eigene Produktion stärken:
„Unsere Düngemittelhersteller müssen wettbewerbsfähig in Europa produzieren können. Dafür braucht es verlässliche und planbare Rahmenbedingungen.“
Ein Schlüssel liegt für Singer in der besseren Nutzung vorhandener Ressourcen:
„Wir müssen Nährstoffkreisläufe konsequent nutzen. Dazu gehört auch, die starren Grenzen für Wirtschaftsdünger zu überdenken. Die Begrenzung von 170 kg Stickstoff pro Hektar muss zumindest für Grünland zügig praxisgerecht angepasst werden.“
Konkrete Entlastung sieht Singer auch im Energiebereich: „Die steuerliche Freistellung heimischer Biokraftstoffe wie Rapsöl wäre ein direkter Beitrag zur Stärkung unserer Landwirtschaft und zur Reduzierung von Importabhängigkeiten.“
Abschließend betont Singer: „Europa braucht jetzt einen kohärenten Ansatz. Versorgungssicherheit, Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden.“
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