Singer: Enttäuschung nach Trilog zur EU-Öko-Verordnung – Weidelösung gescheitert

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Brüssel, 20. Oktober 2026 – Die Verhandlungen zur EU-Öko-Verordnung sind abgeschlossen. Die vom Europäischen Parlament vorgeschlagene Flexibilisierung der Weidepflicht hat es nicht in den finalen Kompromiss geschafft. Rat und Europäische Kommission haben die Position des Parlaments nicht mitgetragen. Die Europaabgeordnete Christine Singer (FREIE WÄHLER) bedauert das Ergebnis sehr.
„Das ist eine bittere Enttäuschung. Wir haben bis zuletzt für eine Lösung gekämpft, die unsere bestehenden Ökobetriebe schützt, ohne die Weidehaltung grundsätzlich infrage zu stellen. Viele dieser Höfe wirtschaften seit Jahrzehnten ökologisch und können aufgrund ihrer betrieblichen Strukturen nicht allen Tieren Weidegang ermöglichen. Gerade diesen Betrieben hätten wir eine Perspektive geben müssen“, erklärt Singer.
Statt einer dauerhaften Lösung erhalten die betroffenen Betriebe lediglich mehr Zeit, um die geltenden Anforderungen zu erfüllen. Die Europäische Kommission wird dazu eine Erklärung veröffentlichen, die jedoch keine rechtliche Alternative zur Weidepflicht schafft.
„Mehr Zeit ist keine Lösung. Wir haben im engen Austausch mit dem Verhandlungsteam des Europäischen Parlaments alles darangesetzt, eine praxistaugliche Lösung zu erreichen, und bis zum Schluss auf eine Einigung gehofft. Umso bitterer ist es, dass wir den betroffenen Betrieben nun keine langfristige Rechtssicherheit geben können“, so Singer abschließend.
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