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FREIE WÄHLER wollen erste eigene Immobilie von Grunderwerbsteuer befreien

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Die FREIE WÄHLER sprechen sich für eine vollständige Befreiung von der Grunderwerbsteuer beim erstmaligen Erwerb selbstgenutzten Wohneigentums aus. Wer zum ersten Mal eine eigene Wohnung oder ein eigenes Haus zur Selbstnutzung kauft, soll nach dem Vorschlag künftig keine Grunderwerbsteuer zahlen. Die Entlastung soll zielgerichtet für Ersterwerber gelten und kann durch angemessene Wertgrenzen sowie klare Nachweisregeln zur Eigennutzung ausgestaltet werden.

Maximilian Eitner, FREIE WÄHLER Immobilienexperte und stellvertretender Landesvorsitzender FREIE WÄHLER Nordrhein-Westfalen, sieht in der Grunderwerbsteuer eine der größten Hürden auf dem Weg ins Eigentum:

Die Grunderwerbsteuer ist für viele junge Menschen der Eigenkapitalvernichter beim Immobilienkauf. Wer in Nordrhein-Westfalen eine Immobilie für 440.000 Euro erwirbt, zahlt bei 6,5 Prozent Grunderwerbsteuer allein 28.600 Euro an den Staat – zusätzlich zu Notar, Grundbuch und weiteren Nebenkosten. Dieses Geld fehlt genau dort, wo es am dringendsten gebraucht wird: beim Eigenkapital. Der Staat kassiert am Notartermin, bevor der erste Umzugskarton gepackt ist. Das ist keine Eigentumspolitik, das ist eine Eintrittsbarriere.“

Nach Ansicht der FREIE WÄHLER braucht Deutschland eine Eigentumsoffensive für Normalverdiener, junge Familien und Menschen, die sich aus eigener Kraft Vermögen aufbauen wollen. Während die öffentliche Debatte häufig um Mietdeckel, Regulierung und neue Förderprogramme kreist, werde ein zentraler Kostentreiber beim Erwerb von Wohneigentum zu selten benannt: die staatlich verursachten Erwerbsnebenkosten.

„Wir reden ständig über bezahlbares Wohnen, aber wir machen den Weg ins Eigentum künstlich teuer. Wer Eigentum ermöglicht, entlastet langfristig auch den Mietmarkt. Jeder Haushalt, der den Schritt ins eigene Zuhause schafft, nimmt Druck aus dem Mietwohnungsmarkt und baut zugleich private Altersvorsorge auf. Eigentum ist kein Luxusproblem, sondern eine Frage von Generationengerechtigkeit“, so Eitner.

Die Zinswende hat den Immobilienmarkt deutlich verändert. Viele Haushalte können eine laufende Finanzierung rechnerisch noch darstellen, scheitern aber an den hohen Anfangskosten. Gerade jüngere Käuferinnen und Käufer verfügen häufig nicht über ausreichend Eigenkapital, um Kaufpreis, Nebenkosten und Sicherheitsanforderungen der Finanzierung

gleichzeitig zu stemmen. Die Grunderwerbsteuer trifft damit ausgerechnet diejenigen besonders hart, die noch am Anfang ihres Vermögensaufbaus stehen.

Eitner weiter: „Es kann nicht der Anspruch moderner Wohnungspolitik sein, dass junge Menschen erst teure Nachrangdarlehen aufnehmen müssen, um staatliche Kaufnebenkosten zu finanzieren. Wer Eigentum will, braucht Eigenkapital. Wer Eigenkapital durch Steuern abschöpft, darf sich nicht wundern, wenn junge Familien im Mietmarkt feststecken.“

Auch ökonomisch sei eine Entlastung vertretbar. Studien zeigen, dass eine Senkung der Grunderwerbsteuer die Nachfrage nach Wohneigentum und Neubau spürbar stärken kann. Eine Halbierung der Grunderwerbsteuer könnte nach Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft die Zahl der Baugenehmigungen um rund neun Prozent erhöhen. Zugleich wäre eine solche Entlastung im Vergleich zu direktem staatlichem Wohnungsbau deutlich günstiger.

„Wir brauchen keine neuen wohnungspolitischen Placebos, sondern einen echten Hebel. Der schnellste Weg zur Entlastung ist nicht die nächste komplizierte Förderkulisse, sondern der Verzicht des Staates auf eine Steuer, die den Eigentumserwerb massiv erschwert“, erklärt Eitner.

Als Modell schlagen die FREIE WÄHLER eine klare Variante vor: vollständige Grunderwerbsteuerbefreiung für den erstmaligen Erwerb einer selbstgenutzten Wohnimmobilie. Zur Vermeidung von Mitnahmeeffekten kann die Regelung an Eigennutzung, Nachweisfristen und regionale Wertgrenzen gekoppelt werden. Vergleichbare Modelle existieren bereits in anderen Ländern, in denen Ersterwerber gezielt von Transaktionskosten entlastet werden.

„Wenn wir wollen, dass junge Menschen Verantwortung übernehmen, Vermögen aufbauen und sich dauerhaft an ihre Heimat binden, dann müssen wir ihnen den ersten Schritt erleichtern. Die erste eigene Immobilie darf nicht am Steuerbescheid scheitern“, so Eitner abschließend.


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4 junge Menschen Kopf an Kopf aneinander gelehnt, lächeln in die Kamera.

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