Engin Eroglu, MdEP: Transatlantische Handelspolitik neu ausrichten – Europa darf sich nicht zwischen Eskalation und Naivität entscheiden

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Zur aktuellen Entwicklung in den transatlantischen Handelsbeziehungen erklärt der Europaabgeordnete Engin Eroglu (FREIE WÄHLER):
„Die jüngsten handelspolitischen Spannungen zeigen erneut, wie verwundbar Europa ist, wenn geopolitische Interessen kurzfristig über verlässliche Wirtschaftsbeziehungen gestellt werden. Für mich ist klar: Wir brauchen eine eigenständige, interessengeleitete europäische Handelspolitik, die unsere Unternehmen schützt und zugleich internationale Partnerschaften auf Augenhöhe gestaltet.“
Eroglu betont, dass die exportorientierte deutsche Wirtschaft – insbesondere der Mittelstand – unter zunehmender Unsicherheit leidet: „Ob neue Zölle, wechselnde Rechtsgrundlagen oder politische Drohkulissen – all das erschwert Investitionsentscheidungen und gefährdet Arbeitsplätze. Planbarkeit ist ein Standortfaktor.“
Gleichzeitig grenzt sich Eroglu von reflexhaften Eskalationsforderungen ab: „Gegenmaßnahmen müssen möglich sein, wenn wirtschaftlicher Druck gezielt als politisches Instrument eingesetzt wird. Aber eine Spirale aus Strafzöllen hilft am Ende niemandem. Europa muss geschlossen auftreten, strategisch handeln und seine Instrumente mit Augenmaß einsetzen.“
Im Einklang mit den wirtschaftspolitischen Positionen der FREIE WÄHLER fordert Eroglu:
- eine konsequente Stärkung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit durch Deregulierung und innovationsfreundliche Rahmenbedingungen,
- eine Diversifizierung strategischer Lieferketten zur Verringerung externer Abhängigkeiten,
- eine selbstbewusste Handelspolitik, die europäische Schlüsselindustrien schützt, ohne in Protektionismus zu verfallen,
- internationalen Handelsabkommen voranbringen,
- günstigere Energie durch neue Kraftwerke,
- Abbau der Rohstoffe, die in der EU vorrätig damit die Wertschöpfung in der EU und Deutschland bleibt
- eine unaufgeregte Debatte, ob man weiterhin Millionen von Menschen in Deutschland und der EU ohne jegliches zu tun alimentieren kann.
„Strategische Souveränität bedeutet nicht Abschottung. Sie bedeutet, dass Europa selbst entscheiden kann – frei von einseitigem Druck. Unsere Antwort auf globale Unsicherheiten darf weder Naivität noch Konfrontation sein, sondern wirtschaftliche Stärke, Geschlossenheit und klare Interessenvertretung.“
Abschließend unterstreicht Eroglu: „Die transatlantische Partnerschaft bleibt von großer Bedeutung. Doch Partnerschaft setzt Verlässlichkeit voraus. Europa muss bereit sein, seine wirtschaftlichen Interessen entschlossen zu vertreten – im Dialog, aber mit klarer Haltung.“
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