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Teilzeiteinschränkungen lösen Fachkräftemangel nicht

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Aktuelle Debatten, die den Fokus auf eine Erhöhung der Arbeitszeit legen, sind nicht zielführend. Vorstöße, das Recht auf Teilzeit zu beschneiden, greifen zu kurz. Der Fachkräftemangel entsteht nicht durch zu viel Teilzeit, sondern durch mangelnde Vereinbarkeit von Familie, Pflege, Ehrenamt und Beruf sowie durch fehlende Infrastruktur, Digitalisierung und attraktive Arbeitsbedingungen. Flexible Arbeitszeitmodelle sind heute entscheidend, um Fachkräfte zu halten, Auszeiten zu überbrücken und den Arbeitsmarkt gezielt zu entlasten.

Ein restriktiver Vorstoß beim Teilzeitrecht ist weder revolutionär noch sinnvoll.

Der allgemeine Rechtsanspruch stammt aus einer Zeit hoher Arbeitslosigkeit. In den frühen 2000er-Jahren hoffte die damalige Politik, durch Verteilung eines gegebenen Arbeitsvolumens auf mehr Menschen, den Arbeitsmarkt zu entlasten.

Heute braucht es keinen Einschnitt, sondern ein ganzheitliches Reformpaket. Es bedarf besserer Infrastruktur (verlässlich zur Verfügung stehende Kita-Plätze, und bezahlbare Pflegekapazitäten), beschleunigter Digitalisierung, Förderung von Ausbildung und moderner Arbeitsprozesse. Teilzeiteinschränkungen würden vor allem Frauen treffen und zum völligen Rückzug aus dem Berufsleben führen.


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