Safer Internet Day: Medienkompetenz gegen Hass und Mobbing im Netz

Müller: "Initiativen gegen Cyber-Mobbing müssen breiter aufgestellt und finanziell unterstützt werden. Im Mittelpunkt muss dabei die Förderung der Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen stehen."

Ulrike Müller, Europaabgeordnete der FREIEN WÄHLER

Am heutigen Safer Internet Day steht besonders der Umgang in den Sozialen Netzwerken im Vordergrund. Viele Plattformen haben eigene Verhaltensregeln („Netiquette“) für den Umgang miteinander aufgestellt. Trotzdem sind Cyber Mobbing sowie Beleidigungen und Beschimpfungen („Hate Speech“) nach wie vor Alltag in vielen Netzwerken.

Ulrike Müller, Europaabgeordnete der FREIEN WÄHLER, sieht neben den Plattformbetreibern auch jeden Nutzer in der Verantwortung: „Eigentlich ist es sehr einfach. Wir sollten niemals vergessen, dass auf der anderen Seite ein Mensch sitzt, welcher genauso fühlt wie man selbst. So lehnen nach Studienergebnissen der dpa über 98 Prozent aller Internetnutzer Hate Speech und Mobbing ab. Damit diese Grundhaltung jedoch auch in den sozialen Netzwerken ankommt, müssen auch Facebook und Co. konsequenter gegen Verstöße vorgehen.“

Besonders beim Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Cyber-Mobbing besteht nach Ansicht der FREIEN WÄHLER noch großer Nachholbedarf. Nach Zahlen der Weltgesundheitsorganisation werden 8,8 Prozent der Mädchen und 11,2 Prozent der Jungen im Alter von elf Jahren regelmäßig Opfer von Mobbing.

„Besonders vor dem Hintergrund des tragischen Selbstmordes einer Elfjährigen in Berlin muss ein verstärktes Augenmerk auf die wachsende Drangsalierung im Netz gelegt werden. Zwar gibt es erste Initiativen, welche sich auch an Schulen stark gegen Cyber-Mobbing engagieren, diese müssen jedoch breiter aufgestellt werden und finanziell unterstützt werden. Im Mittelpunkt muss dabei die Förderung der Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen stehen“, so Müller weiter.