FREIE WÄHLER: Hyperloop europäisch entwickeln

Stephan Wefelscheid, FREIE WÄHLER Kandidat zur Europawahl (Listenplatz 3)

Die vom bayerischen Ministerpräsidenten Söder angeregte Machbarkeitsstudie für einen Hyperloop in München ist ein erster richtiger Schritt zur Förderung dieser Schlüsseltechnologie in Deutschland. Allerdings muss das Projekt europaweit aufgestellt werden, damit sich das volle Potenzial dieser Mobilitätstechnologie nutzen lässt.

Stephan Wefelscheid, FREIE WÄHLER Kandidat zur Europawahl, sieht neben dem verkehrspolitischen auch einen ökologischen Nutzen: „Zweidrittel aller deutscher Auslandsreisen innerhalb der EU werden mit dem Flugzeug in Mittelmeerländer unternommen. Wenn wir hier mit dem Hyperloop schnelle und kostengünstige Alternativen bieten, können wir die Umwelt stark entlasten. Dafür müssen wir aber auch über Stecken von Hamburg nach Barcelona und nicht nur über innerbayerische Strecken nachdenken.“

Technisch würde sich eine solche Strecke heute schon realisieren lassen. Bislang sind die Baukosten pro Kilometer jedoch die größte Hürde. Hierzu müssen kostengünstigere Alternativen entwickelt werden, sodass die Hyperlooptechnologie auch gegenüber konventionellen Schnellzügen wirtschaftlich konkurrenzfähig wird.

„Die Studenten der TU München zeigen, dass wir in Deutschland über das nötige Know-how verfügen. Diese Grundlage gilt es nun gezielt europäisch auszubauen und durch Kooperationen zu verfestigen. Nationale Machbarkeitsstudien, wie sie neben Deutschland auch in Tschechien, Großbritannien, den Niederlanden und Polen in Auftrag gegeben werden, können nur der erste Schritt sein. Wir müssen das Europäische Hyperloop Programm, dessen Start im Dezember dieses Jahres geplant ist, zum Anlass nehmen eine gezielte Förderung für diese Schlüsseltechnologie der Mobilitätsbranche in der ganzen EU ins Leben zu rufen. Wir dürfen hier nicht die gleichen Fehler wie beim Transrapid machen“, so Wefelscheid weiter.