FREIE WÄHLER fordern bessere Finanzierung kommunaler Krankenhäuser statt Schließungen

Aiwanger: Krankenhäuser brauchen mehr Geld, gerade auch auf dem Land!

Hubert Aiwanger, Bundesvorsitzender der FREIEN WÄHLER

Die Situation von Krankenhäusern in ländlichen Regionen spitzt sich durch den anhaltend hohen Investitionsbedarf immer weiter zu. Bund, Länder und Krankenkassen müssen gemeinsam mit den Krankenhausträgern Lösungen finden um die Zukunft der Häuser abzusichern, fordert der Bundesvorsitzende der FREIEN WÄHLER Hubert Aiwanger. Den Investitionen der Bundesländer von fast 3 Milliarden Euro steht ein Bedarf von circa 5 bis circa 6,6 Milliarden Euro gegenüber. Viele Häuser leben von ihrer Substanz und versuchen mit allen Mitteln ihre wirtschaftliche Situation verbessern. Hierbei darf jedoch nicht die Versorgungsqualität gemindert werden.

Für Aiwanger steht fest, dass besonders Klinken in ländlichen Regionen besser gefördert werden müssen um nicht von Schließung bedroht zu sein: „Die Qualität der Patientenversorgung darf nicht vom Wohnort abhängig sein. Dem Krankenhaus kommt hierbei eine herausgehobene Bedeutung zu. Es garantiert der ansässigen Bevölkerung medizinische Versorgung und wirkt sich darüber hinaus auf die „gefühlte“ Versorgungsqualität aus.“

Von den circa 2000 Krankenhäusern in Deutschland liegen etwa 600 in strukturschwachen/ländlichen Gebieten. Gerade dort kommt den Krankenhäusern neben der medizinischen Bedeutung, als Arbeitgeber und durch die Beschäftigung von regionalen Zulieferern, auch eine nicht unerhebliche wirtschaftliche Bedeutung zu.

Fast 60 Prozent aller Krankenhäuser verfügen nicht über ausreichende Investitionsmittel, um sich auf die Herausforderungen der Zukunft einzustellen. Hier müssen vor allem die Bundesländer ausreichende Fördermittel zur Verfügung stellen. Es darf nicht zu weiteren Standortschließungen kommen, da der demographische Wandel zu einer zunehmend alternden Bevölkerung führt und damit zu einer Veränderung der zu behandelnden Gesundheitsbilder, hin zu mehr Pflegebedürftigkeit und chronischen Erkrankungen. „Eine alternde Gesellschaft bedeutet zugleich ein Nachlassen der Mobilität. Wir können den Patienten auf dem Land keine noch weiteren Anfahrtswege zumuten. Medizinische Versorgung gehört zur Daseinsvorsorge und muss in guter Qualität überall regional verfügbar bleiben“, so Aiwanger weiter.