FREIE WÄHLER: Chancen einer einheitlichen europäischen Handelspolitik nutzen

Ulrike Müller, Europaabgeordnete der FREIEN WÄHLER, und Engin Eroglu, Landesvorsitzender der FREIEN WÄHLER Hessen und Kandidat zur Europawahl 2019

Brüssel/Berlin. Die von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker geforderte handelspolitische Neuausrichtung im Verhältnis mit Afrika wird von den FREIEN WÄHLERN ausdrücklich begrüßt.

Ulrike Müller, Europaabgeordnete der FREIEN WÄHLER, sieht in einem einheitlichen Binnenmarkt die größte Stärke der Europäischen Union: „Wir unterstützen das handelspolitische Interesse der Europäischen Union Handelsbarrieren auf beiden Seiten abzubauen. In Zeiten, in denen Handelsbeziehungen einseitig aufgekündigt oder zum Schutze nationaler Interessen mit hohen Zöllen belegt werden, müssen wir als Europa einen Gegenpol darstellen. Wir setzen uns für ein klares, wertebasiertes Regelfundament im Welthandel ein, dessen Grundvoraussetzung jedoch freie und offene Märkte sind. Wir brauchen eine Handelspolitik auf Augenhöhe.“

Neben der von Herrn Juncker angesprochenen Neugestaltung der Handelskooperation mit Afrika sehen die FREIEN WÄHLER besonders in den Verhandlungen mit Japan gute Ansätze die Handelspolitik zukunftsfähig zu gestalten. Dieses Freihandelsabkommen wird das größte sein, das die Europäische Union je ausgehandelt hat und kann damit als Blaupause für weitere Projekte dienen.

Für Engin Eroglu, Landesvorsitzender der FREIEN WÄHLER Hessen und Kandidat zur Europawahl, können tragfähige Handelsbeziehungen auf europäischer Ebene nur dann funktionieren, wenn ein Höchstmaß an Transparenz bei den Verhandlungen eingehalten wird: „Freihandelsabkommen werden von einigen Bevölkerungsschichten immer noch sehr skeptisch gesehen. Aus diesem Grund dürfen sich Geheimverhandlungen wie bei den Handelsabkommen CETA und TTIP nicht wiederholen. Generell bieten Freihandelsvereinbarungen, wie das JEFTA-Abkommen mit Japan, allen Mitgliedsstaaten und damit auch allen Bürgern große Vorteile. Diese müssen jedoch auch bürgernah kommuniziert werden.“

Handels- und sicherheitspolitische Interessen gehen in vielen Regionen der Welt Hand in Hand. Eine gleichberechtigte Handelspolitik kann somit auch einen wichtigen Beitrag zur Fluchtursachenbekämpfung leisten.

„Mit dem anstehenden Brexit und den aktuell turbulenten transatlantischen Handelsbeziehungen muss das Ziel unserer Bestrebungen eine nachhaltige Entwicklung im internationalen Handel sein. Neue partnerschaftliche Beziehungen zur afrikanischen Union aber auch die geplanten Verträge mit Japan und Vietnam bringen besonders Deutschland als Exportnation große Vorteile. Die europäischen Investitionen vor Ort wiederum schaffen Arbeitsstellen und damit Zukunftsperspektiven, besonders für die junge Generation“, so Müller weiter.