Deutschland droht der Verkehrsinfarkt

Gregor Voht, stellvertretender Bundesvorsitzender FREIE WÄHLER

Jetzt zu Weihnachten, wenn sich wieder viele Menschen zu Ihren Familien und Freunden aufmachen, wird die katastrophale Lage der Verkehrsinfrastruktur in Deutschland offensichtlich. Schienen- und Straßennetze sind durch mangelnde Investitionen und ein erhöhtes Verkehrsaufkommen gleichermaßen von Verspätungen und Staus betroffen. 2017 sind auf deutschen Straßen rund 723.000 Staus verzeichnet worden. Jeder Autofahrer stand damit im Schnitt 30 Stunden lang im Stau.

Wenn dann auch noch durch einen Bahnstreik viele Pendler gezwungen werden auf das Auto umzusteigen, dann sind wir in vielen Regionen dem Verkehrskollaps nahe.

Gregor Voht, stellvertretender Bundesvorsitzender der FREIEN WÄHLER, setzt sich deshalb für eine gleichberechtigte Investitionsbereitschaft in Schienen- und Straßeninfrastruktur ein: „Dem oft geäußerten Wunsch mehr Verkehr auf die Schiene zu verlagern, sind jedoch keine Investitionen gefolgt. Der Schienenverkehr ist in Deutschland schon jetzt an den Grenzen seiner Kapazität. Wenn wir auf die Europäischen Entwicklungen im Personen- und Güterverkehr adäquat reagieren wollen, brauchen wir ein europäisches Infrastrukturprogramm zur Neuplanung von Hochgeschwindigkeits- und Güterverkehrstrassen wie zum Beispiel den Westerwald-Taunus-Tunnel.“

Fest steht, dass wir gewaltige Investitionen in unsere maroden Straßen und Brücken brauchen. Damit diese jedoch nicht wirkungslos verpuffen, brauchen wir eine intelligente Infrastrukturplanung. Dies bedeutet für uns intelligente Lückenschlüsse von Straßenbaumaßnahmen vor neuen Verkehrsschneisen und Prestigevorhaben. Eine Investitionsoffensive soll eine mehrjährige planbare Finanzierung ermöglichen und somit die Infrastruktur aus den jährlichen Haushaltsverhandlungen herausnehmen.

„Eine intelligente Verkehrsplanung bezieht alle Transportmöglichkeiten, vom Auto bis zum öffentlichen Personennahverkehr, mit ein. Dieselfahrverbote, welche aufgrund von uneinheitlichen Vorgaben in einigen Regionen erlassen werden, erschweren die Verkehrsplanung noch zusätzlich. Dieser Verdrängungsprozess führt nicht zu einer Verlagerung auf andere Verkehrsmittel, sondern zu einer Verdichtung auf den restlichen Strecken“, so Voht weiter.

Eine gute Verkehrsinfrastruktur ist Voraussetzung für unseren wirtschaftlichen Erfolg. Wir brauchen insbesondere zuverlässige sowie schnelle Schienen, Straßen und Wasserwege, damit Personen und Waren zügig ihr Ziel erreichen. Deshalb wollen wir FREIE WÄHLER die großen europäischen Verkehrsachsen zügig ausbauen. Dabei achten wir darauf, dass nicht nur die großen Metropolen davon profitieren, sondern auch die ländlichen Räume bestmöglich angeschlossen werden.