Ulrike Müller kritisiert zu strenge Vorschriften für Babynahrung

EU-Abgeordnete der FREIEN WÄHLER: Kürzlich beschlossene Kennzeichnungspflicht „völlig ausreichend“

Straßburg. Die FREIE WÄHLER Europaabgeordnete Ulrike Müller kritisiert die aktuelle  Entscheidung des Europaparlaments, einem Einspruch nachzugeben, der die Vorschriften und Kennzeichnung von Babynahrung weiter verschärft, als „völlig überzogen“. Sie hatte mit ihrer Fraktion der Liberalen und Demokraten in Europa (ALDE) gegen den sogenannten „Komitologie-Einspruch“ gestimmt.

Für die Herstellung von Babynahrung gibt es EU-weit bereits äußerst strenge Vorschriften und Kennzeichnungspflichten. „Wir haben erst kürzlich eine gemeinsame, umfangreiche Lösung erarbeitet und beschlossen, die ehrgeizige Ziele zum Inhalt hat“, erklärt Ulrike Müller. Überraschend hat das Europaparlament in Straßburg nun eine Änderung zu diesen Anforderungen an die Kennzeichnung und Zusammensetzung angenommen. Er betrifft Nahrung für Kleinkinder und Babys auf Getreidebasis. Durch den Beschluss müssen Hersteller von Säuglingsnahrung unter anderem künftig noch umfangreichere Angaben zum Produkt machen.

„Die jetzt beschlossenen Forderungen schießen über das Ziel hinaus und sind ein weiteres Beispiel überbordender Bürokratie“, so Ulrike Müller, die zugleich auf die Unsicherheit für Babynahrungs-Hersteller aufmerksam macht: „Wir brauchen für die verarbeitenden Betriebe Rechtssicherheit anstelle dieses nicht sachgerechten Tauziehens.“