FREIE WÄHLER wollen mehr unbefristete Verträge

Bundesvize Schmidt: "Teilzeit- und Befristungsgesetz auf den Prüfstand"

Allseits Klagen über einen erheblichen Rückgang bei den Geburten und die schmerzhaften Folgen im Schul- und Ausbildungsbereich. Aber die Wurzel des Übels wird aus Sicht der FREIEN WÄHLER nur unzureichend angepackt. Fast jeder zweite Arbeitsvertrag in Deutschland wird mittlerweile befristet abgeschlossen, die Zeit- und Leiharbeit ufert immer mehr aus, obwohl der Ruf nach Arbeitskräften immer lauter wird. "Wie sollen da junge Paare Mut fassen, an den Nachwuchs zu denken? Nicht zu wissen, was nach der Befristung wird, ist eine große Verunsicherung. Schließlich möchte man für das Kind sorgen können", macht die stellvertretende Bundesvorsitzende Gabi Schmidt, MdL, deutlich. Man wisse zwar um das Problem der Wirtschaft, international konkurrenzfähig sein zu müssen und wie schwer es heutzutage ist, Mitarbeiter mit festen Verträgen loszuwerden, wenn man mit ihnen Ärger hat. Trotzdem muss es im Sinne der gesamten Gesellschaft und damit auch der Wirtschaft sein, berufliche und private Perspektiven mit dem Arbeitsplatz verbinden zu können. Deshalb muss in einem gesamtgesellschaftlichen Konsens mit Einbindung der Wirtschaft darauf hingewirkt werden, wieder mehr unbefristete Arbeitsverträge abzuschließen. Auch das jetzige Teilzeit- und Befristungsgesetz muss dazu auf den Prüfstand, allerdings ohne einseitig die Wirtschaft zu belasten. Schmidt: "Die Kettenverträge sorgen seit Jahrzehnten für berufliche Unsicherheit und oftmals auch für eine erhebliche psychische Belastung."