FREIE WÄHLER unterstützen Sozialverband VdK: würdevolle Pflege staatlich garantieren

Bundesvize Voht und MdL Dr. Peter Bauer: "Verbesserungen endlich zügig umsetzen"

Die FREIEN WÄHLER begrüßen, dass die erste Stufe der Pflegereform kommt, werfen der Bundesregierung aber jahrelange Trödelei und gravierende Mängel vor. 

Prof. (Univ. Lima) Dr. Peter Bauer, pflegepolitischer Sprecher der FREIEN WÄHLER: "Es ist wirklich eine Bankrotterklärung, wenn die Bundesregierung die Grundlage einer Reform, nämlich die Neudefinition des Pflegebedürftigkeitsbegriffes, auf 2017 verschieben will. Damit fehlt auch jedwede seriöse Berechnungsgrundlage für die wirklich anfallenden Kostensteigerungen und die dadurch notwendige Erhöhung der Finanzmittel in der Pflege. Tatsächlich liegen die notwendigen Anpassungen nämlich schon heute weit über vier Prozent. Die FREIEN WÄHLER Bayern haben bereits vor über einem Jahr ein Eckpunkteprogramm für eine Reform der Pflegeversicherung vorgelegt. Daraus geht klar hervor, dass der gesamte Bereich der Pflege komplett überarbeitet werden muss. Ein weiteres vor sich hin wursteln hilft weder den Pflegenden, noch den Pflegebedürftigen."

Warum die bessere Einbeziehung von Demenzkranken und psychisch Kranken weiter auf sich warten lässt, verstehen die FREIEN WÄHLER nicht. Die höheren Pflegesätze und das Beitragsplus um 0,3% zum 1.1. 2015 sind sicher unvermeidbar.

Bundesvize Gregor Voht: "Das Verzögern der Bundesregierung soll offenbar die nötigen Beitragsanhebungen in homöopathische Dosen aufteilen, weil die Courage zur Wahrheit fehlt. Gute Pflege muss uns was wert sein. Deshalb wäre die geplante spätere zweite Anhebung um 0,2% bei mehr Leistung jetzt in einem Rutsch ehrlicher gewesen. Der Staat sollte würdevolle Pflege staatlich garantieren"

Die Zahl der Pflegebedürftigen wird sich in den nächsten 40 Jahren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes verdoppeln. 2030 werden bereits 3,4 Mio. Menschen auf Pflege angewiesen sein.