FREIE WÄHLER: Staatsbürger in Uniform als Korrektiv zu Auswüchsen in der Bundeswehr

Henner Kühne, Landesvorsitzender der FREIEN WÄHLER Hamburg

Hamburg. Die FREIEN WÄHLER sehen die Ursache für Fehlentwicklungen bei der Bundeswehr auch in der Aussetzung der Wehrpflicht.

 

Die Bundesrepublik Deutschland hat – ohne Not – auf die Staatsbürger in Uniform verzichtet und die allgemeine Wehrpflicht ausgesetzt, welche zu Zeiten der Wehrpflicht radikalen Auswüchsen früh entgegengewirkt hatte. Das regelmäßige Korrektiv durch Wehrpflichtige, die über die Situation beim „Barras“ zuhause oder im Freundeskreis berichtet haben, hat dafür gesorgt, dass Vorfälle in der Truppe schnell bekannt wurden und abgestellt werden konnten.

 

Die FREIEN WÄHLER fordern deshalb wie der Bundeswehrverband ein Gesellschaftsjahr für Frauen und Männer. Dabei soll es eine Wahlfreiheit zwischen dem Dienst in der Bundeswehr, im Katastrophenschutz, bei der Feuerwehr und vielen weiteren Blaulichtorganisationen sowie im sozialen oder Umweltbereich geben. Diese Dienste müssen ordentlich bezahlt, für die Rente angerechnet und könnten auch über einen längeren Zeitabschnitt verteilt abgeleistet werden wie früher der Ersatzdienst. 

Die Pauschalkritik an der Bundeswehr durch Frau von der Leyen weisen die FREIEN WÄHLER entschieden zurück.

 

Der Landesvorsitzende der FREIEN WÄHLER Hamburg, Henner Kühne, sieht das Problem in der zunehmenden gesellschaftlichen Isolation der Bundeswehr und mangelnden politischer Führung: „Wir lassen die Truppe und die Frauen und Männer, die Deutschland mit der Waffe in der Hand zu dienen bereit sind, alleine. Dies fördert – im Zusammenwirken mit der gesellschaftlich abgeschlossenen Situation – die Ausbildung einer vereinzelt irregeleiteten Parallelgesellschaft innerhalb der Truppe. Dem muss gezielt entgegengewirkt werden, indem wir die Bundeswehr wieder in die Mitte der Gesellschaft zurückholen."