FREIE WÄHLER kritisieren Draghi

Aiwanger: „Mit EZB-Chef Draghi wurde der Bock zum Gärtner gemacht“

Europäische Zentralbank

Mit Derivate-Verträgen besserte Italien laut Presseberichten in den 90er Jahren seine Finanzen auf, um die Beitrittsbedingungen für den Euro zu erfüllen. 2012 mussten diese auslaufenden Verträge umgeschichtet werden. Ein Verlust von mehr als acht Milliarden Euro droht. Das setzt auch EZB-Chef Mario Draghi erneut unter Druck. Draghi war in den neunziger Jahren Generaldirektor des italienischen Finanzministeriums.

Der Bundesvorsitzende der FREIEN WÄHLER Hubert Aiwanger: "Wenn die Berichte stimmen und Draghi für die Lumperei verantwortlich war, ist Draghi für das EZB-Amt nicht geeignet. Hier hat man den Bock zum Gärtner gemacht. Wer kann diesem Mann noch vertrauen?"

Die FREIEN WÄHLER kritisieren seit Monaten das Gebaren der Europäischen Zentralbank. Wirksame Lösungen zur Rettung der Euro-Krisenländer sind nicht in Sicht. Statt die Wirtschaft in den Ländern gezielt anzukurbeln und einen Schuldenschnitt zu machen, werden vor allem die Bankmanager gerettet.

Aiwanger wirbt erneut für das Parallelwährungssystem der FREIEN WÄHLER und von Finanzexperten. Euro-Krisenländer sollten ihre alte Währung parallel zum Euro wieder einführen, und bis zur wirtschaftlichen Gesundung gegen den Euro abwerten. Das ist mit 41,3% Unterstützung lt. GMS-Studie auch die Vorzugslösung der Deutschen.

Draghi war auch Vizepräsident von Goldman Sachs, einem Finanzinstitut, das offensichtlich besonderes Interesse daran hat, dass Fehlspekulationen der Finanzindustrie zum Beispiel über "Rettungsschirme" auf die Steuerzahler abgewälzt werden können. Der von Draghi betriebene unbegrenzte Kauf von Staatsanleihen durch die EZB ist aus Sicht der FREIEN WÄHLER gesetzeswidrige Staatenfinanzierung. Merkel duldet diese Eskapaden offenbar, um am Bundestag vorbei Gelder für die Bankenrettung mobilisieren zu können. Und zu allem Überfluss wird jetzt auch noch die Bankenaufsicht bei der EZB angesiedelt.