FREIE WÄHLER fordern mehr Erfolgsforschung bei Krebs und AIDS

Bundesvize Schmidt: Langzeit-Kranke als Kostenmodell zu bevorzugen, ist unmenschlich

Die FREIEN WÄHLER fordern, die Forschungsprojekte und -fördermittel bei Krebs und AIDS aufzustocken und stärker auf Lösungen zu konzentrieren. Es könne nicht sein, dass die Pharmaindustrie vorzugsweise an Präparaten arbeitet, die das Leben nur stückchenweise erträglicher machen oder verlängern, um möglichst viel Umsatz und Profit zu machen. Die schnelle Heilung müsse im Vordergrund stehen.

FREIE WÄHLER-Bundesvize Gabi Schmidt, MdL, bezieht sich auf die jüngste Veröffentlichung, wonach es Wissenschaftlern in Hamburg und Dresden dank "molekularer Schere" gelungen ist, das AIDS-Virus zu vernichten. In ersten Versuchen waren bereits nach 2 Wochen 20% der Versuchstiere geheilt. Eine Testreihe am Menschen, fürdie es bereits viele Freiwillige gibt, soll beginnen. Jedoch will nach Aussage von Team-Professor Frank Buchholzkeiner den Millionenbetrag finanzieren. Offenbar, weil chronisch Kranke mehr Geld bringen.

Schmidt: "Auf dem Rücken der Erkrankten, Gewinnmaximierung zu betreiben, ist unmenschlich. Dramatischunterfinanziert ist Europa auch in der Krebsforschung. Die EU gibt sieben Mal weniger Geld für die Krebsforschungaus, als beispielsweise die USA. Wir befürchten deshalb auch ein Abwandern zahlreicher führender Krebsforscher."

Nötig sei eine Verdoppelung der Krebs-Forschungsgelder, so Schmidt. So fordert es auch das European Cancer Research Manager Forum. Jährlich könnten nach Angaben des European Instituts of Oncology Mailand 20.000 Menschenleben durch eine Aufstockung der Krebsforschungsgelder gerettet werden.