FREIE WÄHLER fordern höhere steuerliche Entlastung für Alleinerziehende

Schmidt: Kindern ein Leben in Armut nicht zumuten

Alleinerziehende sind in besonderem  Ausmaß von Armut betroffen, Leidtragende dabei sind vor allem die Kinder. Selbst im "konservativen Bayern" gibt es mehr als 380.000 Alleinerziehende, 41 
Prozent davon gelten als armutsgefährdet. Die bayerische FREIE WÄHLER Landtagsfraktion forderte die Staatsregierung daher mit einem Dringlichkeitsantrag auf, sich auf Bundesebene für eine Erhöhung des steuerlichen Entlastungsbetrags für Alleinerziehende nach §24 b Einkommensteuergesetz einzusetzen.

"Es weiß inzwischen buchstäblich jedes Kind, dass Alleinerziehende ein besonders hohes Armutsrisiko haben. Hier muss endlich gegengesteuert werden", verlangt Gabi Schmidt, MdL und 
sozialpolitische Sprecherin der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion. Im Bereich der Familienförderung speziell für Alleinerziehende bestehe daher dringender Handlungsbedarf.
 
Der im Jahr 2004 eingeführte Entlastungbetrag für Alleinerziehende sei nicht mehr angehoben worden und müsse dringend angepasst werden, kritisiert Schmidt: "Dabei sind sich Experten einig, dass gerade diese direkte steuerliche Entlastung für Alleinerziehende eine besonders effiziente Hilfe darstellt."
Allein durch eine Erhöhung des steuerlichen Entlastungsbetrags könnten etwa 20.000 Alleinerziehende unabhängig von Leistungen nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch (SGB II) werden, so Schmidt, die abschließend bemerkt: "Die bisher an den Tag gelegte Verweigerungshaltung der 
Bundesregierung ist eine wahre Schande." 

Die FREIEN WÄHLER verweisen außerdem auf ihr Steuermodell, welches angelehnt an das Modell Kirchhof 1600 Euro Steuerfreibetrag pro Person und Monat und darüber 25% pauschalen Steuersatz fordert. Mit diesem Modell wäre auch schon viel erreicht im Kampf gegen Armut bei Personen mit geringem oder mittlerem Einkommen.