FREIE WÄHLER fordern CityTrees als Sofortmaßnahme gegen PKW-Luftverschmutzung

Stephan Wefelscheid: Bund soll den Städten Anschaffung aus dem neuen Fonds bezahlen

Stephan Wefelscheid, FREIE WÄHLER Bundesjustiziar

Stephan Wefelscheid vor einem CityTree auf dem Deutschen Städtetag in Nürnberg.

Trier. Auch in Rheinland-Pfalz werden die EU-Grenzwert für Stickoxid (NO2) nicht eingehalten. Schuld daran sind vor allem alte Diesel-Autos. Aufgrund von Klagen drohen vielen Städten gerichtlich angeordnete Fahrverbotszonen, auch in Rheinland-Pfalz. Die deutschen Autobauer haben erklärt, die Dieselfahrzeuge nachzurüsten und sich am Fonds des Bundes beteiligen zu wollen, aus dem die 28 am meisten betroffenen Städte Maßnahmen zur besseren Luftreinhaltung finanzieren sollen. Eine solche Sofortmaßnahme könnte das Aufstellen von sog. CityTrees sein. Auf dem diesjährigen Deutschen Städtetag in Nürnberg stand das Thema Luftreinhaltung ganz oben auf der Agenda. Während des Deutschen Städtetages präsentierte erstmals ein Aussteller mit Sitz in Berlin den CityTree, ein intelligenter Luftfilter zur messbaren Verbesserung der Stadtluft. Dieser „Stadtbaum“ kühlt die Umgebungsluft durch Wasserverdunstung. Das ist eine effektive Maßnahme bei der Entstehung von Hitzeinseln. Pro Jahr können bis zu 12 kg Feinstaub-Bindung in der direkten Umgebung, bis zu 240 t an CO2-Bindung erreicht werden, was nach Angaben des Herstellers bis zu 275 urbanen Bäumen entspricht. Die Verbindung von Natur, d.h. die Fähigkeit spezieller Mooskulturen, Emissionen zu filtern, mit vollautomatisierter Wasser- und Nährstoffversorgung und Internet-of-Things-Technologie ermöglicht diese beeindruckenden Ergebnisse. Das Konzept hat sich in einigen Städten Europas bereits durchgesetzt, in der Innenstadt von Paris, auf der Place de la Nation stehen drei CityTrees; in London, Oslo und in einigen deutschen Städten sind weitere im Einsatz. Die Deutsche Bahn hat sie in deutschen Bahnhöfen aufgestellt, darunter in Berlin.

Stephan Wefelscheid, Bundestagskandidat der FREIEN WÄHLER im Wahlkreis Trier, möchte diese technische Innovation gerne als Sofortmaßnahme auch für Trier und die anderen rheinland-pfälzischen Städte umgesetzt wissen: "CityTrees sind kein Ersatz für Bäume oder für eine andere Verkehrspolitik; sie sind aber ein Teil der Lösung für eine bessere Stadtluft und dabei vielfältig zu verwenden. Ein Aufbau eines CityTrees kann innerhalb von acht Stunden erfolgen. Somit kann je nach Bedarf gezielt Orten mit hoher Schadstoffbelastung begegnet werden. Um den betroffenen Städten schnell zu helfen und Fahrverbote für Dieselfahrzeuge zu verhindern, muss der Bund umgehend aus dem neu geschaffenen Fonds den Städten die Anschaffung solcher CityTrees bezahlen. Das sind die Autobauer und der Bund den Städten schuldig!“