FREIE WÄHLER: Fischer nicht vergessen!

Bundesvize Schmidt unterwegs mit Bodenseefischern

Die stellvertretende Bundesvorsitzende und Fischereiexpertin der FREIEN WÄHLER, Gabi Schmidt, MdL, fordert eine bodenseeweite Anhörung, bei der die Probleme der Fischer grenzüberschreitend auf - und vor allem ernst genommen werden: "Bodenseefischer ist Bodenseefischer, egal ob aus der Schweiz, Deutschland oder Österreich. Es ist wichtig dass wir länderübergreifend die Interessen der Fischer vertreten. Wir müssen einen praktischen Ausgleich finden und den Bodensee wieder als das sehen, was er ist: Trinkwasserspeicher für die Region, Freizeitraum für Anwohner und Touristen, aber ebenso Lebensraum für Tiere und Wirtschaftsraum für Menschen."

"Das regelmäßig durch die Kieselalgenblüte türkis- bis smaragdgrün schillernde Wasser ist für Besucher und Anwohner des Bodensees ein spektakulärer Anblick. Für die Fischer ist der Karibiktraum eher ein Albtraum", so Gabi Schmidt nach einem Gespräch mit den Bodenseefischern. Das Futter der Felchen, das Zooplankton, wird von der Kalkausfällung der Alge zerstört. Das Felchen seinerseits ist Aushängeschild, Alleinstellungsmerkmal und der ganze Stolz der Bodenseefischer.

"Wir sind froh, dass die Wasserqualität außerdem durch die Reinhalteprogramme der vergangenen 40 Jahre signifikant verbessert werden konnte. Aber Fische kann dieser See nicht mehr ernähren", so Roland Stohr, Vorstand der Bayerischen Bodenseeberufsfischer, und fügt etwas trotzig hinzu: "Dann trinken wir halt das Bodenseewasser und importieren den Fisch aus aller Herren Länder. Jeder Tourist möchte echten Bodenseefisch auf dem Teller. Wie soll das gehen, wenn die Fische im See verhungern?", so der einhellige Tenor der Fischer: "Vor zwanzig Jahren haben wir knapp 1.000 Tonnen Felchen aus dem See geholt, heute sind es mit viel Glück gerade mal 300 Tonnen."