EDP-Kongress in München: FREIE WÄHLER und EDP suchen nun gemeinsam europäische Lösungen in der Asylkrise

Ulrike Müller äußert sich besorgt über rechte und linke Strömungen

v.l. Hubert Aiwanger, Mathieu Baudier, Leiter Außenstelle EDP, Berlin, Gabi Schmidt, Jürgen Seiermann GF Arbeiter-Samariter Bund Erlangen-Höchstadt, Ulrike Müller, MdEP, Nathalie Griesbeck, MdEP (EDU), Michael Münchow, Leiter Erstaufnahme und Verteilung von Flüchtlingen Regierung von Mittelfranken

München. Der viel zitierte Satz von Angela Merkel „wir schaffen das“, wurde auf dem Kongress der Europäischen Demokratischen Partei (EDP) im Münchener Hofbräukeller von vielen Rednern aufgenommen. Die Veranstaltung stand ganz im Zeichen der Flüchtlingskrise. Zuvor war die Bundesvereinigung der FREIEN WÄHLER dort offiziell der EDP beigetreten. „Wir wollen in Europa eine gemeinsame Politik für die Bürger, für die Menschen machen“, sagte die Europaabgeordnete Ulrike Müller, die seit rund einem Jahr als Vize-Präsidentin die Geschicke der EDP mitlenkt.

Besorgt äußerte sich Ulrike Müller in Bezug auf die neuen politischen Entwicklungen in Europa. „Die Strömungen, die sich breit machen – ganz rechts, ganz links – machen mir Sorgen.“ Auch brauche es nun schnell gemeinsame europäische Lösungen zur Flüchtlingskrise. Müller: Es geht nicht nur um die finanzielle Ausstattung. In Deutschland erleben wir, dass wir in manchen Bereichen an Grenzen stoßen, gerade im Ehrenamt.“

Gemeinsam möchte auch EDP-Präsident Francesco Rutelli die Herausforderungen in Europa angehen: „Wir haben mit den FREIEN WÄHLERN eine klare Allianz gebildet. Wir spüren, dass Sie für die Bürger in den Städten und Dörfern da sind.“ Auch Francois Bayrou, ebenfalls Präsident in der Doppelspitze der EDP, betonte die Gemeinsamkeiten in Sachen Wirtschafts- und Asylpolitik: „Wir dürfen Rettung und Hilfe denen gegenüber, die in Todesgefahr sind, nicht verwehren. Zugleich wissen wir, dass es nicht möglich ist, die Grenzen für Menschen zu öffnen, die hier ein Eldorado erwarten.“